Speziell entwickelte Algorithmen

Der DeyeRECTOR ® wurde konzipiert als Softwarepaket kombiniert mit der OneK+ Tracking-Kamera von CHRONOS VISION. In erster Linie ist es als Satz von OEM-Komponenten zu sehen, welche speziell für Eye Tracking-Anwendungen in der Augenchirurgie entwickelt wurden. Die Module sind

 

optimal aufeinander abgestimmt und immer am aktuellsten Stand der technischen und medizinischen Forschung ausgerichtet.
Alle DeyeRECTOR® -Komponenten sind auch optional als hardwareunabhängige Module erhältlich.


OneK+

OneK+



Produktinformation

DeyeRector.pupil

Das DeyeRECTOR.pupil Modul dient der Bestimmung der Pupillenbewegung auf der x- und der y-Achse. Die Pupil Tracking-Algorithmen verhalten sich besonders robust bei Okklusionen oder Abschattungen durch OP-Besteck und Reflektionen. Mit dieser Komponente wird eine hohe örtliche Trackingauflösung von 0.01° bzw. ca. 3 µm erreicht.

Das DeyeRECTOR.pupil Modul, integriert in die OneK+ Kamera, stellt eine äußerst kompakte Lösung für High-Speed Pupil Tracking-Anwendungen mit einer Latenz von unter 1 ms dar. Es wird keine weitere Verarbeitungseinheit (wie z.B. ein PC) benötigt. Die On-Chip-Bildverarbeitung ermöglicht das Tracken der Pupille mit einer Tracking-Rate von über 1 kHz.


DeyeRector.shift

Die Größe der Pupille kann sich während einer OP ändern. Hierfür gibt es eine Reihe von Einflüssen, wie z.B. physiologische Faktoren, variierende Beleuchtungsbedingungen, unterschiedliche Akkomodationszustände und auch refraktive optische Effekte. Bei einer solchen Änderung bleibt das Zentrum der Pupille in der Regel nicht konstant, sondern kann sich relativ zur Cornea bewegen. Wird diese Verschiebung nicht berücksichtigt, kann dies deutliche Einflüsse auf das OP-Ergebnis verursachen.

Das DeyeRECTOR.shift Modul überwacht diesen Effekt durch die Bestimmung von Pupillen- und Limbusposition und korrigiert die aktuelle Pupillenposition relativ zum Limbus. Auf Wunsch kann dieses Modul auch in Diagnose-Systeme, wie z.B. einem Keratograph, eingesetzt werden.

DeyeRector.ident

Entwickelt nach modernsten Verfahren dient die DeyeRECTOR.ident Komponente der einfachen und zuverlässigen Patientenregistrierung und Augenerkennung (rechts/links). Ähnlich wie bei einem Fingerabdruck werden aus Augenbildern individuelle Muster der menschlichen Iris extrahiert. Aufnahmen von einem präoperativen Diagnose-System können mit OP-Bildern verglichen werden.

Das DeyeRECTOR.ident Modul erlaubt eine korrekte Patienten- und Augenzuordnung und gewährleistet sowohl dem Arzt als auch dem Patienten die richtige Zuordnung der individuell zugeschnittenen Behandlung.

DeyeRector.tilt


DeyeRector.tilt

Das Auge kann sich während einer refraktiven-chirurgischen Operation um seine vertikale und horizontale Achse drehen. Die resultierende Bewegung der Pupille im Kamerabild spiegelt jedoch nicht die tatsächliche Bewegung in der Operationszone wieder, welche sich auf der Kornea ca. 4 mm über der Pupille befindet.

Basiert eine Laserbehandlung allein auf den Positionsdaten der Pupille, dann kommt es in solchen Fällen folglich zu einem dezentrierten Gewebeabtrag. Wenn der rotatorische Charakter der Augenbewegung vernachlässigt wird, kann das bei einer Operation zu nachteiligen Einflüssen auf das Sehvermögen des Patienten führen, da der tatsächlich erzielte korneale Gewebeabtrag örtlich erheblich vom Soll abweichen kann.




Das DeyeRECTOR.tilt Modul berechnet neben der Augenentfernung (z-Koordinate) die horizontale und vertikale Augenverkippung durch Rotationen um die x- und die y-Achse mit einer Genauigkeit von 0.25° und hilft so, den Gewebeabtrag durch den Laser noch punktgenauer zu platzieren.


DeyeRector.torsion

Eine Vielzahl von Studien belegt, dass die Berücksichtigung der Zyklorotation des Auges die Ergebnisse von LASIK- und IOL-Operationen deutlich beeinflussen kann. Zyklorotation kann aus mehreren Gründen vorkommen; Zunächst können Unterschiede in der Kopfpositionierung zwischen dem Diagnose-System und der Operationseinheit zu einer statischen Torsion führen. Auch der Wechsel von aufrechter zu liegender Position kann eine Zyklorotation verursachen. Dies gilt insbesondere für Menschen mit vestibulären Fehlfunktionen. Hinzu kommt, dass während einer Operation eine dynamische Torsion auftreten kann und eine Betäubung des Auges die entsprechenden Muskeln am Auge beeinflusst.

Das DeyeRECTOR.torsion Modul erlaubt eine zuverlässige und genaue Bestimmung der statischen Torsion, die zwischen Diagnose- und OP-Geräten vorkommen kann. Darüber hinaus kann kontinuierlich während der OP die dynamische Torsion ermittelt werden, so dass die OP-Planung permanent angepasst werden kann.